Wissenschaftliche Arbeiten
Im Rahmen meiner Weiterbildung zur Expertin für Coaching & Personalentwicklung an der Akademie der IU Internationalen Hochschule auf Masterniveau habe ich mehrere wissenschaftliche Arbeiten erstellt. Sie basieren auf zwei theoretisch vorgegebenen Fallstudien zu Methoden und aus einer Fallsammlung, einem von mir mit einer Klientin durchgeführtem Konfliktcoaching sowie auf meinen eigenen Erfahrungen mit Coaching im virtuellen Raum (VR).
Alle Arbeiten wurden nach wissenschaftlichen Standards verfasst und verbinden theoretische Modelle mit praktischen Coachingprozessen.
Auf dieser Seite finden Sie kurze Zusammenfassungen der jeweiligen Prüfungsleistungen.
Seminararbeit: Virtuelles Coaching im vollimmersiven Raum (Exzerpt)
Virtuelles Coaching mit Virtual Reality (VR) eröffnet neue Möglichkeiten für Selbstreflexion, Perspektivwechsel und innere Klärungsprozesse.
Diese Seminararbeit untersucht, welche Anforderungen VR‑Coaching an professionelle Coaches stellt – insbesondere bei der Arbeit mit dem Virtual Inner Team, einer VR‑basierten Weiterentwicklung des Inneren Teams nach Schulz von Thun.
VR ermöglicht eine räumliche, körperorientierte Aufstellungsarbeit, in der Klient:innen ihre inneren Anteile als Skulpturen erleben, betrachten und durch Perspektivwechsel unmittelbar erfahren können. Das immersive Setting verstärkt Präsenz, Embodiment und emotionale Zugänge – auch auf Distanz.
Für Coaches entstehen dabei erweiterte Anforderungen:
- technische Kompetenz im Umgang mit VR‑Headsets, Interaktionsgeräten und Sicherheitsaspekten
- Kommunikation im vollimmersiven Raum, da nonverbale Signale reduziert sind
- Prozessführung + technische Begleitung gleichzeitig
- Sensibilität für physiologische Faktoren wie Cybersickness, Orientierung, Belastung
- Professionelle Vorbereitung, um Klient:innen sicher durch den immersiven Prozess zu führen
Das Fazit:
VR‑Coaching ist ein zukunftsrelevantes Format, das klassische Coachingkompetenzen erweitert und eine neue Form der professionellen Begleitung ermöglicht. Mit Blick auf Web 4.0, KI‑Entwicklungen und digitale Arbeitswelten wird lebenslanges Lernen für Coaches zu einer zentralen Voraussetzung.
Verfasserin: Nicole Potthoff | COACHBUDDY® | 04_2025
Die ausführliche Arbeit finden Sie hier.
Fallstudie: Methoden im Coaching – Analyse eines Veränderungsprozesses im Business‑Kontext (Exzerpt)
Diese Fallstudie untersucht, wie Coaching Führungskräfte in komplexen Veränderungsprozessen unterstützt. Im Mittelpunkt steht ein IT‑Abteilungsleiter, der durch neue Führungsstrukturen und agile Arbeitsweisen unter Druck gerät. Perfektionismus, Kontrollbedürfnis und Rollenunklarheit führen zu Stress, Konflikten und Motivationsverlust.
Die Analyse verbindet systemisches Coaching und lösungsorientiertes Coaching und zeigt, wie beide Ansätze unterschiedliche Perspektiven eröffnen:
- Systemisches Coaching betrachtet Wechselwirkungen im Team und nutzt das Innere Team, um innere Konflikte sichtbar zu machen.
- Lösungsorientiertes Coaching (SFBT) richtet den Blick auf Ressourcen, Zukunftsbilder und konkrete Schritte – unterstützt durch die Wunderfrage.
Bewertet anhand der Wirkfaktoren nach Greif wird deutlich: Beide Methoden sind wirksam, jedoch eignet sich für diesen Fall besonders der lösungsorientierte Ansatz, da er Autonomie, Selbstbestimmung und klare Zielentwicklung fördert.
Die Fallstudie zeigt, wie Coaching Führungskräfte dabei unterstützt, ihre Rolle neu zu definieren, Belastungen zu reduzieren und Veränderungen konstruktiv zu gestalten.
Verfasserin: Nicole Potthoff | COACHBUDDY® | 01_2025
Die ausführliche Arbeit finden Sie hier.
Fallstudie: Konfliktcoaching im beruflichen Kontext (Exzerpt)
Diese Fallstudie zeigt, wie Konfliktcoaching Mitarbeiter:innen unterstützt, belastende Situationen konstruktiv zu bewältigen. Eine Mitarbeiterin einer Behörde erlebt starke Wut und Überlastung durch die Fehlerquote einer Kollegin. Ziel des Coachings ist es, das Thema professionell anzusprechen und innere Klarheit zu gewinnen.
Im Coachingprozess wird das Innere Team nach Schulz von Thun eingesetzt, um innere Anteile wie Wut, Anspruch, Ohnmacht, Empathie und Harmonie sichtbar zu machen. Die Aufstellung ermöglicht einen Perspektivwechsel und zeigt, welche inneren Stimmen den Konflikt verstärken und welche zur Lösung beitragen.
Durch die Arbeit mit Selbstklärung, lösungsorientierten Fragen und der Visualisierung innerer Dynamiken mittels der Arbeit mit dem Inneren Team entsteht spürbare Entlastung. Die Klientin gewinnt Sicherheit, Klarheit und eine konstruktive Haltung für das Gespräch mit der Kollegin.
Die Fallstudie verdeutlicht, wie Konfliktcoaching hilft, emotionale Belastungen zu reduzieren, Kommunikationsfähigkeit zu stärken und berufliche Konflikte professionell zu lösen.
Verfasserin: Nicole Potthoff | COACHBUDDY® | 03_2025
Die ausführliche Arbeit finden Sie hier.
Fallstudie: Berufliche Entwicklung (Exzerpt)
Die Fallstudie beschreibt den beruflichen Entwicklungsprozess von Ramona M., 32 Jahre, die nach einem Masterabschluss im Krankenhausmanagement in der Organisationsentwicklung einer Reha‑Klinik arbeitet. Aufgrund eines Personalengpasses wird sie kurzfristig zurück in die Pflege versetzt. Diese Situation löst starke Ambivalenzen aus: Sie empfindet die Arbeit am Menschen als sinnvoll, lehnt aber die belastenden Arbeitszeiten ab. Gleichzeitig zweifelt sie an ihren Kompetenzen und beschreibt negative Glaubenssätze über Disziplin, Zuverlässigkeit und Selbstwert.
Im Coaching werden Hypothesen zu beruflichen Bedürfnissen, Selbstzweifeln, Glaubenssätzen, Rollenbildern und möglichen Krisenindikatoren entwickelt. Die Klientin sucht Klarheit über ihre berufliche Ausrichtung und möchte eine Entscheidung über ihre weitere Laufbahn treffen. Als Methode wählt der Coach das Tetralemma nach Varga von Kibéd & Sparrer, eine systemisch‑lösungsorientierte Strukturaufstellung zur Entscheidungsfindung. In mehreren Sitzungen durchläuft die Klientin die Positionen „Das Eine“, „Oder das Andere“, „Beides“, „Keines von beidem“ und „All dies nicht und selbst das nicht“. Dabei werden Ressourcen aktiviert, Perspektiven erweitert und Blockaden gelöst.
Im Prozess erkennt die Klientin, dass sie im Management „gesehen“ werden möchte, sich aber bisher passiv verhalten hat. Sie entwickelt neue Optionen, darunter eine Schnittstellenfunktion zwischen Pflege und Management oder einen Wechsel ins Case Management.
Die Evaluation zeigt deutliche positive Veränderungen: mehr Klarheit, Empowerment, aufrechte Körperhaltung, konkrete Handlungsschritte. Gleichzeitig reflektiert die Fallstudie Grenzen des Coachings, mögliche Überforderungen, Problemhypnose und die Notwendigkeit, psychotherapeutische Bedarfe abzugrenzen.
Im Fazit betont die Autorin die Bedeutung methodischer Passung, professioneller Haltung und reflektierter Weiterentwicklung im Coaching.
Verfasserin: Nicole Potthoff | COACHBUDDY® | 02_2025
Die ausführliche Arbeit finden Sie hier.